2014


Wie die Jahre zuvor helfen wir auch 2014 – Unsere Spende geht an das DRK Loßburg


Bericht von Andreas Lorch (Rennleiter)

Schon ist es wieder vorbei. Das 8. Rasentraktor Rennen auf den Büchenberg.
Am Samstag fing der Renntag schon für einige Helfer um 7 Uhr an. Es musste die Zeitnahme installiert werden und noch einige letzte Arbeiten erledigt werden, bevor um 11 Uhr der Startschuss zum Qualifying gefallen ist.

17 Teams hatten sich angemeldet, welche noch bis zum Schluss an Ihren Rasentraktoren gebastelt haben. 
Leider musste kurzfristig unser Jürgen Schleicher, der seit Jahren aus Heidelberg anreist, das Rennen absagen. Sein Getriebe hat ihn einen Strich durch die Rechnung gemacht und er konnte nicht mehr rechtzeitig reparieren. Zum Helfen kam er jedoch trotzdem.
Somit waren es noch 16 Fahrzeuge für den Start. Das neue Team “Kaltenbacher Racing Team” hatte bis in die Nacht vorher versucht Ihren Boliden “rennfit” zu machen. Leider hat es bei Ihnen nicht gereicht, den Vorschriften entsprechend, den Riemenantrieb und die Lenkung in den Griff zu bekommen. Sie standen vor dem aus. Im Unglück bot sich eine Alternative für sie. Ein aus Ludwigsburg (?) angereistes Team wollte 2 Rasentraktoren zum Verkauf ausstellen. Es wurde kurz verhandelt und das Team um Bernd Armbruster liehen sich kurzerhand einen Rasentraktor für das Rennen aus. Kurz die Startnummer 8 angebracht – es musste ein DIN A4 Blatt dafür herhalten – und schon waren sie wieder dabei.

Die Startreihenfolge für das Qualifying wurde wie jedes Jahr ausgelost und begann mit 1/2 Liter alkoholfreies Bier. Dieses musste Ex getrunken werden um dann anschließend 10 Runden um einen Pfosten zu laufen. Ob nun das Bier oder die 10 Runden der Auslöser für das wanken zum Rasentraktor verantwortlich war, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden. Nun hieß es so schnell wie möglich drei Runden um den Parcours zu drehen. Die Gesamtzeit war dann ausschlaggebend für die Startreihenfolge im 1. Renndrittel.

Um kurz nach 14 Uhr haben sich die Fahrer mit Ihren Fahrzeugen aufgestellt. Es wurde kurz kontrolliert ob sie den Not-Aus (ein Band welches beim “absteigen” vom Rasentraktor den Motor abstellt) befestigt hatten und ob der vorgeschriebenen Helm ordnungsgemäß sitzt. Dann konnte der erste von drei Rennen gestartet werden. Die Zeit wird seit letztes Jahr mit einen Transponder gemessen. Dazu werden am Rasentraktor sowie am Helm sogenannte Einmal-Transponder angebracht. Diese geben bei jeder Zieldurchfahrt ein Signal an die von “MONI zählt” aufgestellten Antennen. Die Zeiten und die Runden werden 
elektronisch erfasst. Nach jedem Rennen wird eine Ergebnisliste in der Reihenfolge der am meisten gefahrenen Runden ausgegeben.
Diese Rangfolge bestimmt dann im folgenden Rennen die Startaufstellung.

Martin Oswald (RT Nr. 1) musste leider schon das Rennen nach der 8. Runde beenden, da sein Rasentraktor das Gas nicht richtig an nahm.

Der nächste Ausfall war in der 30. Runde. Als das Team “Kaltenbacher Racing Team” (wir erinnern uns, sie hatten sich schnell einen Rasentraktor geliehen) in der ersten S-Kurve nach dem Start/Ziel Tor war, ging ihr Gerät in Flammen auf. Der Fahrer hat schnell den Rasentraktor abgestellt. Das er mit dem brennenden Rasentraktor direkt auf einen Strohballen hielt hat er wohl nicht bemerkt. Zum Glück war das Stroh nass, so das es nicht in Flammen aufgehen konnte. Das erste Rennen wurde dann nach 20 Minuten beendet. Die schnellsten haben 35 Runden in der Zeit geschafft. Unseren beiden “Oldies” Wilhelm Schillinger (RT Nr. 4) und Tobias Beilharz (RT Nr. 18) – sie haben immer noch den gleichen Rasentraktor wie vor 8 Jahren – gingen in der gleichen Zeit mit 18 Runden durchs Ziel.

Um 15 Uhr wurde der 2. Teil des Rennen gestartet. In der 29. Runde hat es Sven Johne (RT Nr. 14) erwischt. Die Strecke, bereits aufgewühlt und mit einigen Unebenheiten versehen, hat einen Reifen zerstört. Leider konnte er auf die Schnelle keinen Ersatz besorgen und musste sein Gefährt in der Boxengasse abstellen. Alle Anderen konnten das Rennen ohne Probleme beenden.

Nach der 2 Pause kam es dann um 16:15 Uhr zum Showdown. Der bis dahin führende Lars Hampe (RT Nr. 11) vom Team “Lengert Racing” musste das letzte Rennen “nur noch” nach Haus fahren um seinen Vorsprung zu behaupten. Der bis dahin Zweitplatzierte Gerald (Lelle) Kosowski musste sich aber noch den drittplatzierten Marco Johne (RT Nr. 20) vom Hals halten. Dieses fuhr aber so gut, dass er sich im 3. Rennen den Sieg holte und damit Lelle in der Gesamtwertung auf Platz 3 verdrängte.

Damit war dann auch gegen 16:45 Uhr das 8. Rasentraktor Rennen Geschichte und der Sieger lautete mal wieder Lars Hampe. Damit hat er zum dritten mal in Folge das Rennen gewonnen.

Es war auch eine Frau am Start. Nadine Lengert (RT Nr. 3) vom “Lengert Racing” Team konnte nach einem Jahr Abstinenz, es kam ein Kind dazwischen, einen guten 8 Platz erreichen. Der “Chef” Günter Lengert, er wollte schon x-mal aufhören, hat sich den 5. Platz gesichert und komplettierte das Super Team Ergebnis.

Wie jedes Jahr waren viele stille Helfer am Werk. Alle machen ihren “Job” mit Herzblut. Ohne sie würde diese Veranstaltung nicht stattfinden können. Einen ganz besonderen Dank an sie!!! Viele “Probleme” mussten aus den Weg geräumt werden. Ob es die am Vortag abgesagte Hupfburg war, oder das Nachordern der Würstchen. Alles wurde wieder hervorragend gelöst um unseren Gästen einen angenehmen Nachmittag zu gewährleisten. Der Wettergott hat, auch ohne unseres Zutun, seinen Teil dazu beigetragen. Rundum ein gelungenes Rennen.

Wir sehen uns hoffentlich 2015 wieder wenn es heißt:

“Der große Preis von Büchenberg 2015”.


Loßburg / Konkurrenten knapp in Schach gehalten

Schwarzwälder-Bote, 14.09.2014 / Bericht: Lothar Schwark

Loßburg-Büchenberg. Lars Hampe vom Lengert Racing Team ist der diesjährige Champion des Rasentraktor-Rennens in Büchenberg. Mit 105 Runden hielt er seine Mitkonkurrenten Marco Johne (104 Runden) und Gerald Kosowski (103) in Schach.

Dass auch Frauen beim großen Preis von Büchenberg gut mitmischen können, belegte Nadine Lengert, die mit 94 Runden den achten Platz erkämpfte.

“Die Jungs sind heiß, die letzten Monate haben sie nur in den Garagen verbracht!”, so stimmte Moderator Semir Souhail mehrere hundert begeisterte Zuschauer auf das achte Büchenberger Rasentraktor-Rennen ein. Erfreut waren die Rasentraktorfreunde Loßburg, dass trotz des trüben Wetters mit zeitweisem Nieselregen so viele Rennfans gekommen waren. Rennleiter Andreas Lorch hatte mit seinem Team die etwa 450 Meter lange Strecke perfekt vorbereitet. Reifen und Strohballen dienten der Sicherheit von Fahrern und Zuschauern. 16 Teams gingen an den Start. Wie im echten “Rennzirkus” herrschte zwischen den einzelnen Läufen hektisches Treiben in den Boxengassen: Die Mechaniker hatten viel mit der Feinabstimmung der Renn-Motorrasenmäher zu tun. Dennoch dezimierte sich die Zahl der Fahrzeuge durch manchen technischen Defekt. So kämpften im dritten Lauf noch 13 Fahrer um Runden und Ehre. Günter Lengert, dem das Gelände gehört, war mit seinem Familienteam und drei Rasentraktoren dabei. Bedingt durch den Regen am Vortag, verwandelte sich das satte Grün mehr und mehr in eine Schlammstrecke, was man teils auch an den Rundenzeiten sah. Legte Günter Lengert im ersten Lauf die Rundenbestzeit mit 00:26,307 vor, nahm ihm seine Tochter im dritten Lauf auf der stark aufgeweichten Strecke die Rundenbestzeit mit 00:26,208 wieder ab. Die Zuschauer verfolgten spannende Positionskämpfe.

Einzelne Runden wurden mit GPS-Sendern an den Traktoren registriert. Immer wieder waren spektakuläre Überholmanöver zu beobachten. Erstaunlich, wie die bis zu 28 PS starken Rasentraktoren um die Kurven drifteten. Einige Teams hatten auf Anhängern ihre VIP-Loge eingerichtet, von wo aus die Teams lauthals angefeuert wurden. Auch Bürgermeister Christoph Enderle war unter den Zuschauern.

Rennleiter Lorch lobte die Leistungen der einzelnen Fahrer. So habe sich das Niveau bei dem Rennen von Jahr zu Jahr gesteigert. Die Fahrzeuge würden dazu immer mehr getunt. Auch die Feuerwehrabteilung Loßburg-Schömberg hatte ihren Renn-Rasentraktor bestmöglich vorbereitet und holte die letzten PS aus ihm heraus. Insgesamt waren etwa 40 Helfer, darunter sechs Streckenposten, im Einsatz.

Auf dem aufgeweichten Boden war es schwierig, die richte Kurventechnik zu beherrschen. Dass das Ganze in die Knochen ging, konnte man erschöpften Fahrern nach jedem der drei 20-minütigen Rennen ansehen. Nun wird die Rennstrecke gefräst und wieder eingesät, damit das Rennen auch im nächsten Jahr wieder stattfinden kann.

Die Platzierungen beim großen Preis von Büchenberg: 1. Lars Hampe, Team Lengert Racing. 2. Marco Johne, Team Johne Bau. 3. Gerald Kosowski, Team Lelle Racing. 4. Marc Schmid und Jakob Schmid, Team Schmid PS. 5. Matthias Schmid, Tobias Zöll, Matthias Wirth, FFW Schömberg. 6. Sven Maier, Team Mühama. 7. Günter Lengert, Team Lengert Racing. 8. Nadine Lengert, Team Lengert Racing. 9. Daniel Merkt, Dennis Reich, Alwin Mönch, Rennstall 24 Höfe. 10. Joachim Siegel, Team Nixe.